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Von Virginia am 19.06.2018

Ich fand dieses Buch sehr bewegend und es war schön zu lesen, wie Frank nach seinem eigenen Weg strebte. Trotz Schicksalsschlägen stand er immer wieder auf und lernte dabei viel über sich selbst.
Band 1 und 2 stehen nun in meinem Regal und da schaffen es nur die Bücher hinein, die mich emotional wahrhaft erreicht haben :-)
Dafürs gibts fünf von fünf Sternen.

 

 

Von Bücherwurm 1966 am 27.05.2018

Ich fand den 1. Teil "Stärke und Mut" sehr bewegend und er regte nachhaltig zum Nachdenken an, daher wartete ich gespannt auf diese Fortsetzung. Mit meist leisen Tönen gelingt es dem Autor, einen in die Geschichte hineinzuziehen. Oftmals fand ich mich in den verschiedensten Charakteren wieder und nicht nur in dem von Michael. Vermutlich hat jeder in seinem Leben bereits Ähnliches erlebt und gefühlt. Vermutlich stand fast jeder schon einmal vor einer unüberwindbar scheinenden Klippe, die nur durch ein kleines bisschen Mut der Weg in die Freiheit war. Für jeden definiert sich Freiheit anders, doch jeder kennt dieses Gefühl der Befreiung. Dieses Gefühl, endlich nach jahrelanger Suche zu sich selbst zu finden. Und wer es noch nicht kennt, das Gefühl der Freiheit, der sollte diesen Roman lesen, denn er beinhaltet eine "Gebrauchsanweisung", wie es funktionieren könnte.

Die Zeit der Wende kenne ich zu gut. Ich lebte in der ehemaligen DDR und habe miterlebt, wie wir nach allem gierig griffen, was aus dem Westen kam. Niemand hatte zunächst geglaubt, dass wir so über den Tisch gezogen werden, und dennoch ist genau das passiert. Die beschriebene Naivität kann ich unterstreichen.

Mich hat besonders der Teil in den USA in seinen Bann gezogen, diese herrliche Einsamkeit und Stille und die liebenswerten Charaktere. Einmal mehr zeigt sich auch hier, alles hat seinen Sinn. Auch wenn uns manches zunächst aus der Bahn wirft, doch genau diese Handlungen führen zu wichtigen Erkenntnissen und letztendlich zu unserem Glück. Die Weisheiten, gut versteckt in den Zeilen, regen zum Nachdenken an und führten zumindest mich wieder ein Stückchen an die Spiritualität heran.

Eine Sache jedoch hat mich massiv gestört. Die seitenweisen Wiederholungen von Textpassagen aus Teil 1 empfand ich als überflüssig und ich habe sie konsequent überblättert. Hier hätte mir eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse besser gefallen. Aber vielleicht ist es auch nur mein persönliches Empfinden.

Alles in allem erhält das Buch dennoch volle 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

 

Von Ankerherz am 05.03.2018

Reise zum Seelentier Wolf

Wundervolles Buch :)
Es hat mich in seinen Bann gezogen und ich konnte es garnicht mehr aus der Hand legen.
Der Autor hat ein gutes Gespür Handlungen in Worte zu fassen und stellt es Berührend Bildlich da.
Mir gefällt besonders der Pespektivwechsel der Handelnden Personen im Buch , sodass man einen Blick in deren Gedankengänge bekommt.
Auch die Ilustration auf der Buchklappe fügt sich sehr gut in das Buch Thema ein ( Wolf als Seelentier von Michael).

Ich kann es nur wärmstens empfehlen.

Es ist eine Reise in eine Geschichte zwischen Schmerz, Hoffnung und der Beginn von Liebe .

 

 

Von Susanna M. Farkas am 03.03.2018

Wegweiser

Es ist doch so: wir alle, oder zumindest fast alle, glauben erwachsen zu sein. Unser eigenes Leben zu leben und es zu gestalten. In und mit Irrglauben leben wir in unserem Irrgarten. In unserem Leben.
Die Wahrheit aber ist: wir alle, oder zumindest fast alle, sind gar nicht erwachsen. Unsere Freiheit, die wir mit aller Kraft verteidigen, gibt es nicht.
Wir alle, oder zumindest fast alle, sitzen fest. In unserer Kindheit.
Doch das ist normal.
Sowohl, dass wir feststecken als auch, dass wir glauben, wir seien Erwachsen.
Das Theater, das wir uns und anderen vorspielen, ist offensichtlich. Überall.

Frank Bergmann beschreibt in seinem ersten Roman „Stärke und Mut“ und in der Fortsetzung „Freiheit und Mut“ den Weg eines solchen Pseudoerwachsenen.
Michael, die Hauptfigur, wurde als Kind von seiner Mutter in einem Heim abgegeben. Dann landete es bei Pflegeeltern, die ihn misshandelten. Michael kämpft sich durch seine Kindheit. Allein. Das Einzige, worauf er sich verlassen kann, ist seine Fähigkeit seine Gefühle zu verbergen und zu verdrängen.
Später wird Michael studieren, sein Leben so gestalten, wie er es sich vorstellt. Alles scheint perfekt zu laufen. Die Wunden der Kindheit überstanden.
Doch dann geschieht, was geschehen muss. Sein Leben geriet außer Kontrolle. Es macht sich selbstständig und begibt sich auf seinen ganz eigenen Weg. Nämlich zurück zum Ursprung. Zurück zur Kindheit. Zurück zu den Wunden.
Wie Michael aus dieser Fremdbestimmung herausfindet, möchte ich dem Leser nicht verraten.
Fakt ist, dass der Autor mit großem Wissen über die mysteriösen Machenschaften der menschlichen Psyche dem Leser einen Weg aus dieser Gefangenschaft zeigt.

Empfehlen würde ich dieses Buch fast jedem.
Denn wir alle, oder zumindest fast alle, sitzen fest.
In unserer Kindheit.
Und sind nicht erwachsen.

Fazit: Dieses Buch ist nicht nur ein Roman. Nein. Es ist ein Wegweiser für alle, die an ihrem falschen Leben leiden und einen Ausweg suchen. Und das sind wahrlich viele

 

 

Von Anja am 12.02.2018

Absolut geniale Fortsetzung

Man muss nicht zwangsläufig das erste Buch gelesen haben, es macht aber einiges leichter.

Das Buch spielt einmal in Hamburg und dann wieder in Amerika. Immer wieder gibt es Rückblicke in die Vergangenheit von Michael.

Michael lebt derzeit getrennt von seiner Frau. Durch eine Intrige verliert er seinen Job und steht nun wieder allein und verlassen da. Zeit, sich Gedanken zu machen, wo ihn das Leben hinführen soll.

Michaels Geschichte wird absolut mitreißend erzählt. Der Schreibstil ist einfach nur großartig. Ich bin quasi durch die Zeilen geschwommen und neben Michael hergegangen; habe all seine Wege begleitet. Es ist ein sehr emotionales Buch. Die Geschichte nimmt einen mit auf eine Reise durch das eigene Selbst. Man kommt gar nicht drumherum, in sich selber hinein zuhören und sich zu fragen, weiß ich eigentlich, wer ich wirklich bin? Gerade der Teil der Geschichte, die in Amerika spielt, fand ich total gelungen. Ein Mann auf der Suche nach sich selbst. Michael erlebt ziemlich viel in dieser Zeit, Gutes wie Schlechtes. Alle Erlebnisse bringen ihn ein Stück weiter zu sich selbst. Gerade wenn es um seine unterdrückten Gefühle ging, konnte ich mich sehr gut in ihn hinein fühlen. Ich möchte gar nicht zu viel verraten. Für mich ist "Freiheit und Mut" ein Buch, welches man gelesen haben sollte. Nicht nur die Geschichte an sich ist unglaublich bewegend, sondern auch die Art des Autors, seinen Worten Nachdruck zu verleihen. Eine absolut klare Leseempfehlung.

 

 

 Von Beate Majewski am 23.11.2017

Den Mut sich selbst zu befreien - bedeutet die Freiheit

Nach dem ersten Teil der autobiographischen Erzählung von Michael war ich gespannt und neugierig auf diese Fortsetzung. Es entzieht sich meiner Kenntnis, ob alles wieder autobiographische Hintergründe hat oder sich eine Geschichte entwickelt. Denn diese Geschichte ist das Ergebnis von Michael, seinen Erlebnissen als Kind, als Teenager und junger Erwachsener. Beeindruckend, wie er immer wieder durch seine persönlichen Misserfolge an den Menschen zweifeln muss. Das hat mich unglaublich berührt und gedanklich in Bahnen gelenkt, die mich noch lange begleiten werden. Michael trägt eine Jacke aus Zwängen, Ängsten und Verzweiflung. Sein Weg in eine Welt, in der er sich selbst finden kann, um mit sich Frieden zu schließen, das ist diese Geschichte. Und hier, bitte, sind 5 Sterne ein Witz! Das ist eine Wanderung für die Seele, begleitet mit Mut und Liebe bis ins Detail. Eine großartige Erzählung des Autors, offen, ehrlich, fragend, voller Zweifel und mutig . Hebt sich der Deckel der Angst, ist das was bleiben kann ein verborgenes Gefühl, und somit eine Geschichte für viele Michael 's und Freunde.
Eine Bereicherung ist diese Geschichte in jeder Zeile!

 

Von Eve am 04.11.2017 

Starke Fortsetzung

Sehnsüchtig hatte ich nach "Stärke und Mut" auf den zweiten Teil von Frank Bergmann gewartet. Umso glücklicher war ich, dass ich als Testleserin ausgewählt wurde und es somit als eine der Ersten lesen durfte.

Schon im ersten Teil war ich von der Authentizität des Charakters Michael mitgenommen in eine Welt aus psychischer und physischer Gewalt und in den Kampf der Figur, dieser Gewalt zu entkommen und mit wahrhafter Stärke nicht daran zu zerbrechen.
Auch in "Freiheit und Mut" setzt sich die schonungslose Ehrlichkeit des Autors fort. Er gewährt tiefe Einblicke in Michaels Seele und schreibt mit so viel Gefühl, dass ich das Buch ein paar Mal beiseite legen musste, um die Emotionen sacken zu lassen.

Die Dämonen seiner Vergangenheit lassen Michael nicht los und er muss sich ihnen stellen wie nie zuvor. Er muss mit sich selbst ins Gericht gehen und seine über Jahre errichtete Schutzmauer niederreißen. Muss Rückschläge verkraften und die Barrikaden, die ihm noch immer zu seinem Seelenheil im Weg stehen, überwinden und einen für sich neuen Weg einschlagen. Mit einem unbändigen Willen beschreitet er den langen Pfad zur Befreiung seiner selbst.

Man fiebert mit, man leidet mit, man freut sich mit!

Fazit: Ich kann beide Teile nur jedem ans Herz legen, denn es stimmt nicht nur nachdenklich - es macht Mut, auch bei Schicksalsschlägen nicht den Kopf in den Sand zu stecken und einmal mehr sich selbst und alles um einen herum zu hinterfragen.

Großen Respekt an den Autor an dieser Stelle, der mit der Veröffentlichung dieser beiden Werke in meinen Augen einen wichtigen Beitrag geleistet hat, indem er so offen und urteilsfrei seine Geschichte mit anderen teilt.